Viele Stunden Spaß: Fehler bei WordPress MU 3.3 und fehlendem Datenbank-Prefix

Seit dem Upgrade von WordPress auf WordPress 3.3 funktionierte irgendetwas bei meinem WordPress MU nicht mehr richtig. Dieses WordPress hier ist die Master-Seite einer MU Installation mit dem Domain Remapping Plugin, so dass ich viele verschiedene Seiten mit einer Codebasis betreuen kann - eine sehr angenehmes Feature, um alles einfacher zu halten und mehr Sicherheit durch immer aktuelle Software zu erhalten. Soweit, so gut.

Nach dem Upgrade auf 3.3 wurden die Nutzer aber nicht mehr zu ihrer Admin-Seite weitergeleitet, wenn sie sich auf einem anderen Blog als auf diesem hier (also dem Master Blog) einloggen wollten. Stattdessen kamen sie auf ihre Nutzerseite hier direkt auf sectio-aurea.org/wp-admin/user/ . Ausserdem wurde in der "Meine Blogs" Liste nur noch das Hauptblog angezeigt, nicht aber all die anderen Blogs, wo ein Nutzer Rechte hatte.

Da sich meine erste Vermutung, es könne sich dabei um einen Plugin-Fehler des noch nicht vollständig an WordPress 3.3 angepassten Domain Remapping Plugins halten, nicht bestätigt hat (es gibt aber eine Beta-Version, die die sonstigen Fehler des Plugins behebt) ging es in den Code. Verantwortlich für die Weiterleitung auf die richtige Seite war dieses Codefragment in der wp-login.php:

if ( is_multisite() && !get_active_blog_for_user($user->ID) && !is_super_admin( $user->ID ) )
$redirect_to = user_admin_url();

Die Funktion get_active_blog_for_user() gab null zurück, obwohl dies das Aktive Blog des Nutzers war. Merkwürdig. Die aufgerufene Funktion befand sich in wp-include/ms-functions.php:

$blogs = get_blogs_of_user( $user_id );
if ( empty( $blogs ) )
return null;

Ah. Da kommt unsere null her. Aber warum ist $blogs leer, wenn der Nutzer doch Teild es Blogs war? Ein Blick in wp-include/user.php verrät es:

foreach ( $keys as $key ) {
if ( 'capabilities' !== substr( $key, -12 ) )
continue;
if ( 0 !== strpos( $key, $wpdb->base_prefix ) )
continue;

Dort wird bei den Optionen geschaut, ob der Nutzer Rechte an dem Blog hat. Und dabei wird abgebrochen, wenn der Database Prefix irgendwo gefunden wird. Mein Database Prefix war ein leerer String, also "". Was ziemlich häufig im String vorkommt. Bzw nicht wirklich definiert sein dürfte. Verdammt.

Dies ist eine Änderung in WordPress 3.3 (siehe user.php von WordPress 3.2.1). Ich dachte erst an einen Bug, aber dann stolperte ich über diesen Bug-Report. Und letztlich die Aussage, dass kein Datenbank-Prefix scheinbar noch nie unterstützt wurde, dies aber lange Zeit nicht kontrolliert wurde (wohl bis Version 3.0). Leider wurde im Zuge der Upgrades nie so richtig darauf hingewiesen, es gab keine Fehlermeldungen oder sonst etwas. Nur bei Neuinstallationen gibt es ab Version 3.0 einen Hinweis. Meine Installation hat aber schon einige Jahre auf dem Buckel. Also - Prefix hinzufügen. Aber wie?

Google hilft, und so fand ich diese Anleitung, in der alle Schritte beschrieben wurden. Der zweite Schritt stellte mich bereits vor einige Probleme, wie ändert man bei 301 Tabellen den Namen? Geholfen hat hier TextWrangler. Zunächst habe ich nach Auswahl der WordPress Datenbank folgenden Befehl in MySQL ausgeführt:

show tables

Die damit erhaltene Liste habe ich in TextWrangler hineinkopiert. Der Befehl, um eine Tabelle umzubenennen lautet:

RENAME TABLE `DATENBANKNAME`.`TABELLENNAME` TO `DATENBANKNAME`.`NEUERTABELLENNAME` ;

Mit dem Reg-Exp-fähigem Suchen-Ersetzen-Befehl von TextWrangelr kann man dies nun für alle Zeilen machen. Man trage dafür in die Zeile Suchen:

(.+?)\r

und in die Zeile ersetzen:

RENAME TABLE `DATENBANKNAME`.`\1` TO `DATENBANKNAME`.`\1` ;

 

ein (Achtung! Neue Zeile steht da bewusst - sonst wird es sehr unübersichtlich!). Voila. Diese ganzen Befehle müssen wir nur noch MySQL geben, dann sind alle Tabellen richtig benannt.

Schritt 3 und 4 sind ebenfalls herausfordernd. Wenn man kein Prefix hat, kann man auch schwerlich danach suchen. Aber wie findet man jetzt die richtigen Werte? Man erstellt sich eine Testinstallation und schaut nach. Bei Schritt 3 müssen alle Optionstabellen geändert werden, also PREFIX_options und PREFIX_BLOGID_options jeweils in der Spalte option_name den Begriff user_roles in PREFIX_user_rolls. Schritt 4 bringt noch einmal mehr Spaß, dort müssen in der Tabelle PREFIX_user_meta alle Werte dashboard_quick_press_last_post_id, capabilities und user_level in der Spalte meta_key auf jeweils PREFIX_dashboard_quick_press_last_post_id, PREFIX_capabilities und PREFIX_user_level ändern. Das ist viel, viel manuelle Arbeit (oder ein Job für ein Script, was ich aber nicht erstellt habe).

Wenn alle Tabelleneinträge aktualisiert sind, kann man mit der WordPress-Seite wieder online gehen - und darüber fluchen, dass WordPress wirklich zu wenig Dokumentation hat, an sonst aber eine nette Software ist.

Warum ich als Nichtraucher E-Zigaretten behalten möchte

(C) Common Creative BY-SA, wikipedia.org - User: Seeteufel

Es könnte der Schrecken der Tabackindustrie werden: E-Zigaretten erfreuen sich seit etwa drei Jahren zunehmender Beliebtheit. Vollundige Versprechen werden gemacht, die Zigarette sei absolut unschädlich und letztlich jedem zu empfehlen. Doch plötzlich gibt es Gegenstimmen: Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens warnte vor E-Zigaretten und ordnete diese als Arzneimittel ein. Darauf folgte viel Kritik von Seiten der Händler - und natürlich der Kunden. Ich möchte hier eine weitere Perspektive aufmachen - die Perspektive des Nichtrauchers.

Man sollte dazu wissen, dass ich leicht allergisch auf Rauch reagiere. Passivrauchen ist für mich nicht nur unangenehm, sondern eine Qual. Ich bekomme tränende Augen und Kopfschmerzen, die ich niemandem wünsche. Ich hatte noch nie eine Zigarette im Mund, ich hasse den Geruch, weil ich ihn mit den beschriebenen Folgen verbinde - eigentlich die besten Voraussetzungen für einen radikalen Gegner von jeder Form von Rauch.

Und trotzdem möchte ich eine Lanze für Elektrozigaretten brechen.

Huch? Nun, dies hat zwei Gründe. Einen sehr praktischen, der sehr egoistische Motive beinhaltet, einen anderen theoretischen, bei dem es um die Freiheit von mir und von anderen geht.

Der praktische zuerst. Wie in vielen Zeitungsartikeln beschrieben sind es vor allem junge Raucher, die dem Umstieg wagen - und dies kann ich durch meine eigene Erfahrung bestätigen. Ein nicht unerheblicher Teil der Raucher in meiner Umgebung raucht nicht mehr Zigaretten, er nuckelt an E-Zigaretten - oder wie man so schön sagt, er dampft. Dies ist für mich als Nichtraucher ein ganz erheblicher Vorteil.

Früher gab es immer diese Diskussionen. Raucherbereich oder Nichtraucherbereich im Cafe? In der Disko? Jetzt doch schnell raus in die Kälte, weil er oder sie mehr Nikotin braucht? Hibbeln, weil man grade keinen Platz zum Rauchen findet? Draussen so stehen, dass mir der Wind keinen Rauch ins Gesicht pustet. Alles vorbei.

Der Dampfer nimmt seine E-Zigarette einfach mit, und er kann machen was er will - er löst bei mir keine Kopfschmerzen aus. Keine tränenden Augen. Und er ist auch nicht ungeduldig und hibbelig, weil er kein Nikotin bekommt. Es bestehen einfach keine Probleme mehr. Man kann wunderbar entspannt miteinander umgehen.

Auch aus einer gesundheitlichen Sicht hat die E-Zigarette nur Vorteile. Denn einmal ganz praktisch gesehen - egal, welche Stoffe am Ende doch eine bestimmte Gefahr mit sich bringen - den Gefährdungsgrad einer Zigarette mit all ihren krebserregenden Abfallprodukten durch das Verbrennen wird sie nie erreichen.

Elektrozigaretten sind DIE praktische Umsetzung für Verbesserung des Nichtraucherschutzes

Und es wäre auch schlichtweg eine Illusion zu glauben dass die Alternative für einen Raucher das Aufhören ist. Es gibt viele Raucher, die aus welchen Gründen auch immer nicht aufhören wollen. Und das ist ihre eigene Entscheidung, was sie da tun. Mit einer Elektrozigarette gibt man ihnen die Chance, die negativen Auswirkungen auf ihre Umgebung (und auf sich selbst) zu reduzieren. Wenn man die Hürde für eine Elektrozigarette zu hoch legt, hören sie nicht auf - sondern greifen wieder zu der Tabackzigarette. Und da ist mir ganz praktisch und ganz egoistisch die Elektrozigarette erheblich lieber. Und ich denke dies gilt für eine ganze Menge weiterer Nichtraucher ebenfalls.

Aber wie angesprochen gibt es noch eine theoretische Perspektive. Diese baut sich auf den Spruch auf "Meine Freiheit endet dort, wo die gleich große Freiheit des anderen beginnt".

Das bedeutet zunächst einmal, dass ich eine Freiheit habe. Und zwar eine Menge Freiheit. denn meine Freiheit endet nicht an den moralischen Vorstellungen irgendwelcher selbsternannten Volksbeschützer, sondern an der Freiheit des Anderen. Das bedeutet auch, dass ich mit mir machen kann, was ich möchte, solange ich Andere nicht schädige. Das Gegenmodell dazu wäre der vielzitierte Nanny-State, und in einem solchen möchte ich nicht leben. Ich möchte über mich selbst entscheiden können - soweit es eben geht.

Die Grenze ist hierbei die gleich große Freiheit des Anderen. Im Fall von Zigaretten wird diese Grenze meiner Meinung nach überschritten - ich zwinge einer anderen Person im Übermaß meine eigenen Verhaltensweisen auf. Wenn ich mich entscheide, dass ich ungesund leben will, dann ist dies in Ordnung, dass ich den Wunsch nach Gesundheit anderer nicht respektiere oder ihr soziales Leben damit erheblich einschränke ist dagegen ein erheblicher Eingriff in die Freiheit des Anderen.

Elektrozigaretten dagegen greifen kaum bis gar nicht in die Freiheit einer anderen Person ein. Das für den Nebeleffekt verantwortliche Propylenglykol wird auf jeder Party zuhauf eingesetzt, es kann also als ungefährlich eingeschätzt werden. Weitere Inhaltsstoffe sind wenig bis gar nicht mehr vorhanden. Ich schädige mich mit einer Elektrozigarette also schlimmstenfalls selbst, nicht aber den Anderen. Ich greife also nicht in die Freiheit des Anderen ein.

Die Freiheit, alles zu tun, solange ich nicht die Freiheit anderer verletze

Ich erachte Freiheit als einer der höchsten Güter. Auch die Freiheit, einmal etwas Dummes zu tun. Weil es Spaß bringt, weil es Adrenalin in meine Aterien schiessen lässt oder weil ich einfach Lust drauf habe. Wenn meine Freiheit die Freiheit des anderen nicht angreift, warum sollte es mir also nicht erlaubt sein, diese Freiheit auch ausleben zu dürfen? Wer hat das Recht, mich für zu verurteilen, weil ich meine Freiheut nutze ohne andere dabei zu schädigen?

Bleibt noch eine Sache - die zum Teil zweifelhafte Qualität der Liquids. Dort sehe ich aber einfach nicht den Grund für eine Aufregung - weil wir dafür Vorbilder haben. In jedem Lebensmittelhandel gibt es detaillierte Kontrollen über Frische und Qualität. Wenn das Fleisch zu warm geworden ist, wird es weggeschmissen. Wenn auf dem Gemüse zu viel Pestizide nachgewiesen wurden, wird es entsorgt. Wenn das Haltbarkeitsdatum beinahe erreicht ist, wird es manchmal gesondert und zu reduzierten Preisen verkauft, bei Überschreitung des Datums wird die Ware entfernt. Auf einem Elektrogerät ist Garantie, wenn das Gerät zuvor kaputt geht oder technische Mängel wie z.B. die Gefahr der Überhitzung aufweist, muss es ausgetauscht werden. Und umfassende Kontrollen sorgen für die Einhaltung dieser Regeln.

Denn: Der Käufer muss wissen, dass das, was er kauft, auch dem entspricht, was auf der Verpackung steht. Das als frisch verkaufte Fleisch muss auch frisch sein. Das Elektogerät muss funktionieren.

Unabhängige Qualitätskontrollen statt sinnlose Verbote

Aber keiner käme auf die Idee, Steaks nur noch in der Apotheke anzubieten - und Smartphones nur noch beim Elektronik-Experten. Was spricht also gegen ähnliche Qualitätskontrollen bei Elektrozigaretten? Und vor allem - wie kommt man auf die abstruse Idee, Elektrozigaretten nur noch in der Apotheke anzubieten, normale Zigaretten jedoch frei zu verkaufen? Wo ist da die allgemein gültige Regel?

Summa Summarum - ich bin Nichtraucher. Ich habe eine leichte Allergie gegen Rauch. Ich habe etwas dagegen, dass mir jemand meine Freiheit beschränkt, indem er mich zuraucht. Aber grade deswegen bin ich für Elektrozigaretten. Ich bin für Qualitätskontrollen. Und vor allem für eine Freiheit, die nur und ausschliesslich an der Freiheit des Anderen endet.

Photos der Grünen BDK 2011 in Kiel

Kultur vs. Netzpolitik bei den Grünen - nächste Runde

Nachdem auf der BAG Kultur bereits vor ein paar Wochen gar gruselige Worte über Netzpolitik und die Piratenpartei verfasst wurden geht es nun in die nächste Runde. Über die großen Verteiler innerhalb der Grünen ging diese Mail:

------------------------ Ursprüngliche Nachricht ------------------------
Betreff: Bundesdelegiertenkonferenz - Zum netzpolitischen Leitantrag!
Von:     "Weinrich IVD " <weinrich {at} ivd-online(.)de>
Datum:   Fr, 18.11.2011, 09:03
An:      "'IVD'" <ivd {at} ivd-online(.)de>
--------------------------------------------------------------------------

An die Delegierten der diesjährigen Bundesdelegiertenkonferenz

Sehr geehrte Damen und Herren,

auf der Bundesdelegiertenkonferenz von Bündnis 90 / Die Grünen wird ein
netzpolitischer Leitantrag diskutiert, in dem direkt oder indirekt gefordert
wird:
·         Eine fast vollständige Freigabe der Verbreitung von „Raubkopien“
(Zeilen 435 ff. und 579).
·         Speicherplatzanbieter dürfen Kinderpornographie erst dann löschen,
wenn ein richterlicher Beschluss vorliegt (268).
·         Eltern sollen keine voreingestellte Filter für den Jugendschutz
erhalten (349).

Wir, die in vielen Orten Deutschlands Filme anbieten, sind insbesondere
darüber erschrocken, dass man unser seit vielen Jahren bestehendes Geschäft
zu Gunsten einer Verbreitung von Medienprodukten über (bisher illegale)
Internetportale massiv einschränken will.

Bitte lesen Sie unsere Gedanken zum Leitantrag und berücksichtigen Sie diese
bitte auch bei Ihrer Diskussion und Entscheidung.

Mit bestem Dank für ihre Mühe verbleiben wir mit freundlichen Grüßen
Dr. Christian Bräuer, AG Kino-Gilde
Dr. Andreas Kramer, HdF – Kino
Ralf-Michael Löttgen, Bundesverband der Dienstleistungswirtschaft
Jörg Weinrich, Interessenverband des Video- und Medienfachhandels

PS: Sie finden den Leitantrag unter:
<http://www.gruene-partei.de/cms/default/dok/393/393285.offenheit_freiheit_t
eilhabe_die_chancen.htm>

http://www.gruene-partei.de/cms/default/dok/393/393285.offenheit_freiheit_te

ilhabe_die_chancen.htm

----------------------------------------------------------------------------
--------------
Interessenverband des Video- und Medienfachhandels in Deutschland e.V.
Jörg Weinrich, Geschäftsführender Vorstand
Tel.: 0211 / 577 390-0
e-Mail:  <mailto:%77%65%69%6E%72%69%63%68%40%69%76%64%2D%6F%6E%6C%69%6E%65%2E%64%65> weinrich {at} ivd-online(.)de
Web:  <blocked::blocked::blocked::http://www.ivd-online.de>
www.ivd-online.de

IVD - Hartwichstraße 15 - 40547 Düsseldorf
Geschäftsführender Vorstand: Hans-Peter Lackhoff (Vorsitz), Jörg Weinrich
Vereinsregister: Amtsgericht Düsseldorf VR 6420; UST-ID: DE 11 92 70 364

Ausserdem war dann noch dieses PDF zum Staunen und Umfallen beigelegt. Soweit, so schlecht. Warum schlecht? Nun. Der Fliesstext trieft nur so vor pathetischem Unsinn. Aber selbst die Beispiele haben schlichweg grundlegende Fehler:

Löschen darf nur noch nach einer richterlichen Entscheidung erfolgen (268). Dies bedeutet, dass ein Hoster Kinderpornographie solange wissentlich vorhalten muss, bis der Richter eine Löschungsanordnung ausgesprochen hat.

Falsch, Kinderpornograhie verstößt gegen die AGB der Hoster weswegen Seiten mit Kinderpornographie meist ohne jedes Zutun staatlicher Stellen gelöscht wird. Dies ist bereits im Eigeninteresse der Hoster, wer schmückt sich schon gern mit dem Ruf als Hoster derartigem Materials. Zudem ist es ein Angriff gegen den Rechtsstaat, wenn dieser ohne richterliche Entscheidung derartige Entscheidungen treffen dürfte. Auch wenn es überholt klingen mag: Die Trennung von Exekutive und Judikative hat Gründe.

Kein Drohpotential bei Löschungsaufforderungen (326), da Sperrungen oder andere Maßnahmen nicht vorgesehen sind. Statt „Löschen vor Sperren“ bleibt nur noch die „Bitte um freiwilliges Löschen“.

Auch das ist falsch, Kinderpornographie ist in nahezu jedem Land dieser Welt verboten, und es gibt den ganz normalen Rechtsweg des Kontaktierens der staatlichen Stellen im entsprechenden Land. Diese Zusammenarbeit der Polizei über die Grenzen hinweg klappt doch sogar bei Castortransporten, warum sollte sie dann hier scheitern? Und die in Deutschland gehostete Kinderpornograhie kann durch einen richterlichen Entscheid offline genommen werden. Eine DNS-Sperre wie in diesem Punkt insgeheim gewünscht würde weit weniger effektiv sein als die gängige polizeiliche Praxis, sie wäre nur ein Sichtschutz.

Es bleibt unklar, wie Löschen bei international unterschiedlichen Rechtslagen erfolgen soll, so bspw. im Jugendmedienschutz oder bei rechtsradikalen Inhalten.

Eben ging es doch noch um Kinderpornographie? Dies ist exemplarisch dafür, wie hochemotionale Argumente missbraucht werden, um andere Ziele durchzusetzen. Das in dem Punkt angesprochene Problem existiert allerdings tatsächlich, ist jedoch primär eine Frage des Aushandelns zwischen den Staaten. Das Internet ist ein internationales Medium, weswegen regionale Regeln dort wenig Auswirkung haben. Dort ist die internationale Gemeinschaft gefragt, nicht Behelfskontrukte wie lokale DNS-Sperren, mit denen man sich in eine Reihe mit Syrien, China und Iran stellen würde.

Jegliche Technologie, die zur Überwachung oder Sperrung missbraucht werden könnte, darf nicht mehr exportiert werden (134 ff.). In Anbetracht der Exportabhän- gigkeit der deutschen Wirtschaft dürfte dies einem Produktionsverbot gleichkommen.

Das Argument empfinde ich in einer Partei die für mehr Rüstungskontrollen und Begrenzung des Waffenexportes streites mehr als fragwürdig. Arbeitsplätze vor Menschenrechte?

Eltern sollen nicht einmal mehr voreingestellte Jugendschutzfilter erhalten dürfen (349).

Da steht, dass der Staat dies nicht bereitstellen soll. Und dies hat ganz einfache Gründe - es gibt bis heute kein Konzept, wie diese Filter ohne massives Overblocking betrieben werden sollten. Es gibt ebenfalls weit mehr als die klassichen Endgeräte, so dass derartige Filter eine sehr geringe Reichweite hätten. Und Jugendliche sind für gewöhnlich versierter im Umgang mit Rechnern, so dass der Filter schneller abgeschaltet wäre als die Eltern hinschauen könnten. Wir wollen derartige Software nicht verbieten, derartige Software ist nur komplett sinnlos, weswegen wir sie nicht staatlich fördern wollen und von ihrem Einsatz abraten.

Jegliche Vorratsdatenspeicherung wird abgelehnt (109 f.). Die von der Polizei beklagten negativen Folgen gelten dann natürlich auch für die Verfolgung von Datenschutzdelikten.

Der Zusammenhang zwischen Vorratsdatenspeicherung und Datenschutz muss mir jetzt erst einmal erklärt werden. Bislang steht ebenfalls noch der Beweis aus, dass der Verzicht auf Vorratsdatenspeicherung in der Verbrechensbekämpfung überhaut negative Folgen hätte - bereits heute schon ohne neue Mittel wie QuickFreeze.

Dem Gedanken der Netzneutralität folgend will man dass illegale Inhalte faktisch die gleichen Rechte auf Durchleitung erhalten wie legale Inhalte (148 ff.). Danach dürfte auch eine Spamfilterung verboten sein. Dies bedeutet in Zukunft das 25fache an eingehenden E-Mails.

Dies ist der wohl ironischste der Punkte, weil er die technische Unversiertheit der Autoren auf den Punkt bringt. Wenn ich Spam empfangen möchte, dann ist mir dies nämlich im heutigen Internet möglich. Das Netz ist absolut neutral, die Router senden alles mit derselben Priorisierung weiter. Egal, ob dies meine wichtige Mail oder der Spam ist. Der Punkt, wo der Spam gefiltert wird ist mein eigener Mail-Dienstleister. Dieser hat jedoch nichts mit der Infrastruktur des Webs zu tun, dieser Mail-Dienstleister stellt nur einen Rechner mit spezieller Software ins Internet, die meine Mails empfängt. Das kann jeder machen - so laufen meine Mails über meinen eigenen Rechner - und ich filtere selbst den Spam heraus. Und genau das ist der Punkt - das Netz sendet neutral alle Mails weiter. Ich bin derjenige, der den Spam dann herausfiltern lässt. Und auch in einem Netz mit festgeschriebener Netzneutralität (welches sich von dem heutigen nicht unterscheiden würde) hätte ich das Recht, den Spam herauszufiltern. Das Netz, die Hardware, würde den Spam wie heute auch schon neutral weiterleiten - ohne hineinzuschauen. Und alles andere auch.

Ich könnte noch viele viele Zeilen schreiben, aber letztlich ist das Abhacken von Hydraköpfen. Die Hydra selbst dagegen liegt woanders. Sie liegt in der zunehmenden Sprachlosigkeit zwischen Menschen aus der Kultur- und der Netzpolitik-"Szene". Abgesehen von ein paar Internetkünstlern (welche vor allem in der Piratenpartei behaupten, sie würden für die gesamte Kulturszene Deutschlands stehen, was ihnen dort auch begeistert abgenommen wird) empfinden die meisten Künstler beim Thema Internet ein Grundgefühl des Kontrollverlustes und letztlich der Existenzangst. Künstler haben schon immer von eher weniger Geld gelebt, und jetzt kommt da ein neues Medium, welches selbst diese geringen Einkommen zerstören könnte.

An sich wäre dies kein Problem, doch auf der anderen Seite gibt es die Netzpolitik, welche sich allzu selten mit Künstlern an einen Tisch setzt. Wir - ich zähle mich dazu - wissen alles, können alles technisch erklären - und haben für die Bedürfnisse der online nicht so aktiven und damit nicht so in Erscheinung tretenden Künstler nur eine Mischung aus Hohn und Ignoranz über. Was interessiert schon die Bedürfnisse von Dinosauriern, um einen in Twitter weit verbeiteten Spruch aufzunehmen.

Und so überschlagen sich Künstler mit widersinnigen Forderungen die weder technisch realisiert werden können noch demokratisch vertretbar sind. Weil sie eine Lösung suchen und von uns nur äussert selten Hinweise bekommen, wie eine solche Lösung aussähe. Das, was fehlt, ist letztlich Kommunikation zwischen den beiden Seiten. Im Moment herrscht allerdings vielmehr Konfrontation und Abbruch der Verhandlungen.

Und genau hier kommen die ach so verhassten Parteien ins Spiel. Eine Partei ist für mich genau der Ort, wo deratige Gruppen zusammenkommen können. Denn sonst bleibt man in seinem kleinen Kreis, Netzpolitiker bei Netzpolitiker, Kultur-Engagierte unter Kultur-Engagierte. Es ist einfacher, sich selbst zu bestärken anstatt Kompromisse einzugehen und seine eigenen Worte und Ansichten zu hinterfragen. Dies gilt für beide Seiten - bei diesem Streitpunkt sogar im ganz erheblichem Ausmaß.

Es ist Zeit, dies zu lösen. Zu reden. Zu verstehen. Und nicht sich nur anzugreifen.

Antrag zur Grünen BDK 2011 in Kiel: Vom Wurzelwerk zur Blumenwiese: Internetgestützte Basisdemokratie weiterentwickeln!

Dieser Antrag wird initiiert durch die AG Datenschutz und Bürgerrechte auf der Grünen BDK BDK 2011 in Kiel besprochen werden:

Vom Wurzelwerk zur Blumenwiese:

Internetgestützte Basisdemokratie weiterentwickeln!

Wir möchten hier auf dieser BDK zur Gründung eines offenen und transparenten Expert*innen-Teams aufrufen, welches mit Unterstützung der Bundesgeschäftsstelle Konzepte für internetgestützte Basisdemokratie und Wissensmanagement entwickelt.

Basisdemokratie - eine Wurzel der Grünen

Vor vielen Jahren setzten sich die verschiedenen Graswurzelbewegungen für mehr Mitsprache bei diversen politischen Sachthemen ein. Jene Bewegungen entwickelten sich zu BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, wie wir sie heute kennen. Wir haben schon immer den Standpunkt vertreten, dass mehr Mitsprache sowohl im Inneren als auch im Äußeren wichtig ist. Parteiinterne Basisdemokratie gehört somit zu den Kernthemen, welche die Urgrünen ausgemacht haben und die uns heute immer noch stark prägen.

Unsere Wurzeln führen auch dazu, dass wir bis heute für mehr direkte Demokratie kämpfen. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass Demokratie auch innerhalb unserer eigenen Partei eine wichtige Rolle spielen muss. In vielerlei Hinsicht haben wir uns den anderen Parteien im Bundestag angenähert, z.B. durch Landes- und Bundesdelegiertenkonferenzen.
Dies ist grundsätzlich auch nicht negativ zu beurteilen, da wir erkannt haben, dass man nur durch eine Reduzierung der Anzahl der Personen vor Ort wirklich sachlich und fair diskutieren und entscheiden kann. Dies darf jedoch nicht bedeuten, dass wir unsere basisdemokratischen Wurzeln vergessen. Das Wurzelwerk war in diesem Zusammenhang ein erster Schritt in die richtige Richtung.

Das Wurzelwerk - der erste Aufschlag

Bündnis 90 / Die Grünen haben bereits früh erkannt, dass das Internet viele Möglichkeiten bietet, um innerparteiliche Demokratie zu stärken und gleichzeitig das Wissensmanagement innerhalb der Partei zu stützen und so eine einzigartige Informationsdatenbank zu schaffen. Ergebnis dieser Überlegungen war das im Jahr 2008 geplante Wurzelwerk, welches zur Bundestagswahl 2009 offiziell das Licht der Welt erblickte. Am Anfang noch mit erheblichen technischen Problemen behaftet, fanden sich schnell einzelne Akteur*innen aus dem gesamten Bundesgebiet, die das Wurzelwerk mit Verbesserungsvorschlägen und Anträgen wie dem auf der Rostocker BDK unterstützten.

Über Monate und Jahre hinweg testeten viele tausend Grüne die Plattform. Das interne Forum mauserte sich zu einem der erfolgreichsten Features. Die Landes- und Bundesgeschäftsstellen stellten dort Materialien für den Wahlkrampf zur Verfügung, auf die man zuvor keinen Zugriff hatte. Manche LAGen tauschen Dateien darüber aus, wieder andere nutzten das Wiki, um Texte zu entwickeln. In Teilbereichen war das Wurzelwerk so auch sehr erfolgreich. Die Bereitstellung von Materialien und die Diskussion von Programmen funktionierte, während die Arbeitsgemeinschaften, Gliederungen und viele Parteimitglieder selbst das Wurzelwerk größtenteils nicht aktiv nutzen.

Wurzeln alleine machen keine Pflanze aus

So erfolgreich das Wurzelwerk aber auch war, so sichtbar waren auch seine Grenzen. Viele Nutzer*innen scheiterten nicht an der Diskussion - sie scheiterten an der Technik. Und so zogen sich die über 11.000 angemeldeten Menschen recht schnell wieder aus dem Wurzelwerk zurück - zu kompliziert waren die Vorgänge, zu fremd die verwendeten Begriffe, zu langsam die Oberfläche. Dass das Wurzelwerk einige bemerkenswerte Verbesserungen in allen Bereichen bekommen hat, ist so nicht mehr durchgedrungen. Zu schlecht waren die anfangs gemachten Erfahrungen.

Manche erhofften sich eine Arbeitserleichterung durch eine derartige Plattform. Hofften, dass man sich dadurch weniger auf die Organisation und mehr auf Inhalte konzentrieren könne. Doch das Chaos der Mails, der verschiedenen Versionen der Anhänge, der fehlenden Mailadressen und der fehlenden Übersicht am Ende einer langen Maildiskussion wurde abgelöst durch fehlende Logindaten, durch unberechenbare und unzulängliche Software und durch inaktive Nutzer*innen.

Während das Wurzelwerk an sich Möglichkeiten bereitstellte, welche denen der üblichen Mails weit überlegen waren, hatte es aber noch ein Problem: Es kommunizierte zu wenig. Während eine Mail in das alltäglich abgerufene Postfach kam, verwaisten die im Wurzelwerk eingestellten Beiträge allzu schnell. Hier zeigte sich, wie wichtig es ist, nicht nur gute Werkzeuge bereitzustellen, sondern diese auch gut nach Außen zu vernetzen.

Auch gab es nur eine recht kleine Gruppe, die nennenswerte Vorteile aus dem Wurzelwerk ziehen konnte. Ein Großteil der Arbeit innerhalb der Partei läuft direkt am Wurzelwerk vorbei. Die meisten Arbeitsgemeinschaften organisieren sich weitestgehend über Mailinglisten - trotz ihrer offensichtlicher Nachteile. Auch Terminankündigungen werden meistens über externe Medien verbreitet, während die Gruppen im Wurzelwerk aufgrund der geringen Resonanz nicht weiter betrieben werden. Nur für den Wahlkampf war das Wurzelwerk eine Goldgrube - nirgendwo war die Diskussion und die Verteilung von Material einfacher als dort.

Mehr innerparteiliche Demokratie: Die Blumenwiese

Wir brauchen somit mehr als nur das bisherige Wurzelwerk. Wir brauchen ein universelles Werkzeug, welches uns bei der inhaltlichen Arbeit unterstützt. Wir brauchen Kommunikationsangebote, welche besser und angepasster sind als die jetzigen. Wir brauchen ein Informationsmanagement, mit dem wir schnell und leicht auf Fachwissen zugreifen können. Wir brauchen die Leichtigkeit und Offenheit einer Wiese voller Sommerblumen. Demokratie braucht nicht nur die Standfestigkeit der Wurzeln, sondern auch die Freiheit der Luft darüber. Kurz gesagt: Wir brauchen eine Blumenwiese.

Am Ende sollte die Blumenwiese die Werkzeuge bieten, die nötig sind, um Parteiarbeit im Internet barrierefrei zu ermöglichen. Sie sollte sich nahtlos an die Kommunikationswege angliedern, die wir heute schon verwenden, und so Teil unserer alltäglichen politischen Arbeit und Kommunikation werden. Sei es die Entwicklung eines Textes, das Einladen zu einer Veranstaltung, das Diskutieren eines Papers oder das Abstimmen von Positionen - bereits heute gibt es für nahezu alle Zwecke geeignete Software, die einem viel Arbeit abnehmen kann. Doch die Bedienung ist oftmals mühsam und manche Dinge muss man einfach wissen. Informationen bleiben dann auf der einen Plattform - egal, wie ungeeignet sie ist. Eine Blumenwiese muss aber genau diese Grenzen überwinden und sollte genau die Hilfsmittel und das Hintergrundwissen bereitstellen, die für die aktuelle Aufgabe benötigt werden.

Denn im Kern dreht es sich bei politischer Arbeit nur um wenige Grundfunktionen. Es geht um das Entwickeln von Positionen in Form von Texten und Dokumenten, um das Weiterleiten und Kommentieren von Informationen, um Termine und um Abstimmungen. Das Wurzelwerk hat uns wertvolle Erfahrungen gebracht, wie in einem abgeschlossenen System politische Arbeit funktionieren könnte - und wie nicht. Jetzt ist es an der Zeit, daraus zu lernen und die Erfahrung mit der bestehenden politischen Arbeit zu verbinden.

Das bedeutet, dass man Kreisgeschäftsführer*innen z.B. die Möglichkeit bietet, Informationen wie Termine an spezifische Gruppen weiterzuleiten - nicht einfach an alle. Dass man politisch Aktiven die Möglichkeit gibt, Informationen zu kommentieren - übersichtlich zusammengefasst und ohne, dass dies in einer Flut unübersichtlicher Mails ausartet. Dass man auf einer Online-Plattform gemeinsam einen Text entwickeln kann und zusätzliche Schreiber*innen mit einem einfachen Mausklick mit ins Boot bekommt. Dass man über Entscheidungen via Mail-Einladung z.B. an alle LAG Mitglieder oder parteiöffentlich ohne die Gefahr der Manipulation abstimmen lässt. Dass eine große Datenbank genau die Informationen bereitstellt, die man zum Thema benötigt.

Die Möglichkeiten der Demokratie und Arbeitserleichterungen sind endlos. Wir müssen sie nur angehen.

Was Blumen brauchen

Um die Blumenwiese wirklich zur Entfaltung zu bringen, braucht es einen mutigen ersten Schritt.Umbaumaßnahmen am "offenen Herzen" des Wurzelwerkes sind dabei sicherlich der falsche Schritt. Denn das Wurzelwerk ist bereits ein funktionierendes System mit aktiven Nutzer*innen, die wir in ihrer Arbeit nicht behindern sollten, so dass am bestehenden System nur eine eher langsame Fortentwicklung möglich sein wird.

Nach der Fehlerbehebung in den vergangenen Monaten ist es nun an der Zeit, die einzelnen Instrumente des Wurzelwerkes selektiv zu verbessern und so die Arbeitsabläufe erheblich zu vereinfachen. Dies ist bereits von der Bundesgeschäftsstelle initiiert worden und wird Schritt für Schritt von dem IT-Dienstleistungsunternehmen umgesetzt. Wir fordern Euch daher auf: Schaut Euch das Wurzelwerk nach all der Zeit nochmals an!

Jedoch kann man mit dieser fließenden Weiterentwicklung keine grundlegenden Verbesserungen der Kommunikation erreichen. Deswegen möchten wir hier in Kiel zur Gründung eines offenen und transparenten Expert*innen-Teams aufrufen, welches weiter denkt, Konzepte für komplett neue Features entwickelt und diese testet. Dies würde idealerweise in einem von der Bundesgeschäftsstelle vorgeschlagenen "Design Thinking"-Beteiligungsprozess geschehen. Hierbei wird durch die Koordination des Prozesses die Effektivität gesteigert. Andererseits muss aber auch den Beteiligten die Freiheit gelassen werden, wirklich Neues zu denken und dies auch mit Grünen Ressourcen zu testen.

Die so geschaffene Expert*innengruppe soll nicht nur Details verändern, sondern Basisdemokratie und Wissensmanagement auf ein neues Level heben. Sie muss die Freiheit haben, weiter denken zu dürfen und so umfassende Konzepte zusammenzustellen. Die Wurzeln sollen zu einer Wiese werden. Fertige Konzepte werden zusammen mit der Bundesgeschäftsstelle auf Machbarkeit und Umsetzung überprüft, der Parteiöffentlichkeit vorgestellt und je nach Parteivotum und Finanzierbarkeit verworfen, erneut diskutiert oder umgesetzt.

Wir möchten ebenfalls dazu aufrufen, dass sich interessierte und experimentierfreudige Nutzer*innen bei dieser Expert*innengruppe melden und Konzepte aus Nutzer*innensicht analysieren. Hierzu wäre technisches Fachwissen eher hinderlich; um eine erfolgreiche Blumenwiese zu etablieren, brauchen wir die Sichtweise aller Nutzern*innen - auch von solchen, denen Computer eher fremd sind.

Neben personellem Engagement benötigt eine solche Arbeitsgruppe einige Ressourcen wie z.B. einen Server, Dokumentation über die Schnittstellen zur bestehenden Software der Partei oder auch die Einladung von externen Expert*innen. Dies wird finanziell kaum ins Gewicht fallen, stellt jedoch eine erhebliche Erleichterung für die Arbeit einer solchen Gruppe dar. Dies und die Weiterentwicklung des Wurzelwerkes sollte von der Partei solidarisch finanziert werden. Eine digitale Plattform für Basisdemokratie und Wissensmanagement ist eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Partei, die allen Ebenen nutzen wird und so auch von allen Ebenen getragen werden sollte.

Das Internet bietet uns die Möglichkeit, unsere Ideale von Basisdemokratie und Beteiligung sowie das Einbinden des Fachwissens aller Mitglieder, auch in einer Partei mit deutlich mehr als 50.000 Mitgliedern zu entwickeln. Wir haben sowohl in der Basis als auch in der Bundesgeschäftsstelle die Voraussetzungen hierzu. Lasst uns diesen Weg weitergehen und zeigen, dass wir die Partei sind, die Partizipation für Alle ermöglicht - egal, ob man jung oder alt ist, egal, welche Qualifikationen man hat, egal, wie technikaffin man ist. Demokratie bedeutet, dass jede*r gehört werden kann. Dass jede*r mitmachen kann. In Zeiten vom Web 2.0 geht dies besser denn je. Grüne 2.0: Lasst uns Basisdemokratie leben!

Antragssteller*innen

Kreisverband Bochum, Ernesto Ruge (KV Bochum), Martin Petermann (KV Bochum), Ursula Dreier (KV Bochum), Johannes Rehborn (KV Münster), Karsten Finke (KV Bochum) und weitere

Bad News: Nuklearwaffen kosten Geld.

Natürlich tun sie das. Aber wer weiß das schon? Und wer weiß, wie viel? Wüssten Sie es?

1.000.000.000 Dollar in den nächsten 10 Jahren. Aber was bedeutet diese riesige Zahl mit all ihren vielen Nullen? Was bedeutet dies für die Förderung regenerativer Energien? Für Jobs? Für Bildung? Für das Gesundheitswesen?

Wir leben in Zeiten, in denen die Finanzkrise tiefe Spuren in den Staaten hinterlässt. In Zeiten, in denen ganze Nationen hoffnungslos überschuldet sind. In Zeiten, in denen Staatspleiten drohen und hastig Rettungspakete geschnürt werden. In denen der Bürger merkt, wie wertvoll staatliche Unterstützung ist. Und wie schmerzhaft es ist, wenn diese fehlt.

Wir leben aber auch in Zeiten, wo weiterhin unvermindert Geld in Nuklearwaffen gepumpt wird. In Zeiten, in denen eine Billionen Dollar in den nächsten zehn Jahren in Nuklearwaffen investiert werden. In eine nicht nutzbare Waffentechnologie, die bereits im letzten Jahrtausend hochproblematisch war. Und in der multipolaren Welt des 21. Jahrhunderts ein unkalkulierbares Risiko ist.

Doch dieses Risiko ist nicht spürbar für die Menschen. Die Waffen liegen tief in ihren Bunkern. Spürbar jedoch sind die finanziellen Einschnitte, die sich durch diese Waffen ergeben. Spürbar bei den Menschen, die die Politik der meisten nuklear bewaffneten Staaten bestimmen. Denn fast alle nuklear bewaffneten Staaten sind Demokratien.

Dies Setting hat Global Zero aufgegriffen und eine Kampagne daraus entwickelt. Sie steht in Tradition vieler weiterer Aktionen, die die Öffentlichkeit informieren sollten, um demokratischen Druck auszuüben. Der Film "Countdown to Zero" hat das Thema erstmalig in breite Schichten der US-Öffentlichkeit transportiert, verschiedene Prominente "Signatories" vertreten Global Zero in Talkshows und anderen öffentlichen Events. Die großen Konferenzen in Paris, Washington, London und in Kürze in Los Angeles bringen nukleare Abrüstung in die internationale Presse und zahlreiche studentische Gruppen in aller Welt in die Universitäten.

Die Kampagne dokumentiert, an welchen Stellen Bürger Einschnitte spüren werden. Sei es die Gesundheitsvorsorge, seien es Jobs, seien es erneuerbare Energien - je nach Nation bekommt der Unterzeichner ein angepasstes Set an staatlichen Leistungen präsentiert, welche er Nuklearwaffen vorziehen wird. Illustriert wird dies durch Zahlen, was für Investitionen bereits beim Verzicht einer einzigen Nuklearwaffe möglich wären.

Selbstverständlich wird die Kampagne in Deutschland angesichts unserer 20 lediglich indirekt bezahlten Nukleawaffen nicht die Durchschlagskraft haben, die sie in den USA mit den dortigen Einsparungen bei öffentlichen Diensten haben wird, aber auch in Deutschland sind die Menschen sensibel geworden für unnütze Ausgaben, so dass Geld auch hier ein wichtuges Argument ist um öffentlichen Druck zu erzeugen - schliesslich erzeugt eine Unterschrift aus Deutschland international Druck.

((Ziel der Kampagne ist es, die gesammelten Unterschriften führenden Politikern der G 20 Staaten zu übergeben und somit den öffentlichen Druck zu erhöhen. In verschiedenen Zwischenetappen werden die bereits gesammelten Unterschriften dazu verwendet, in laufende Verhandlungen nukleare Abrüstung zum Thema zu machen.))

Die Petition wurde von bereits von vielen Tausend Menschenunterzechnet und die Kampagne mit dem Schwerpunkt auf den Kosten von Atomwaffen löste ein breites Medienecho aus.So wurde in einschlägigen Wirthschaftszeitungen wie dem Ecomist und der Financial Times über die geplanten Milliardenausgaben für Atomwaffen und die Aktionen von Global Zero berichtet.

So schön der Erfolg auch ist, so sehr müssen wir uns weiter anstrengen, um die Öffentlichkeit für das Thema Atomwaffen zu sensibilisieren und Druck auf die politischen Entscheidungsträger aufzubauen. Helfen Sie mit und unterzeichnen Sie jetzt die Petition auf http://is.gd/globalzero!

Dieser Artikel wird im nächsten Freiraum erscheinen. Wenn Du Dich für das Thema interessierst schaue im Archiv des Freiraums vorbei!

Abschiedsbrief von der Deutschen Bank

Nachdem ich vor etwa einem halben Jahr mein Konto bei der GLS-Bank eröffnet habe um Stück für Stück von der Deutschen Bank wegzukommen jetzt der finale Schritt: Die Kündigung inklusive Begründung.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit möchte ich zum nächstmöglichen Zeitpunkt mein Konto bei der Deutschen Bank kündigen.

Grund hierfür sind nicht so sehr die direkt mich betreffenden Konditionen (bei denen Sie sicherlich versuchen würden, mir ein besseres Angebot zu machen) – sondern vielmehr die Rolle Ihrer Bank im nationalen und internationalen Finanzmarkt.

So sehr, wie eine Bank in der Größe der Deutschen Bank benötigt wird, welche im internationalen Umfeld agieren kann, so sehr haben Sie die Interessen derer verloren, die Sie in Ihrem Namen tragen – die der Menschen, in diesem Falle der Deutschen.

Alleine der Umstand, dass es etwas wie systemrelevante Banken gibt, die vom Steuerzahler gerettet werden müssen, weil sie es aus eigener Kraft nicht mehr schaffen, ist schon ironisch. Aber es zeigt auch, was bei nahezu allen großen deutschen Banken fehlt: Nachhaltigkeit.

Als Deutsche Bank arbeiten Sie leider bewusst gegen Nachhaltigkeit. Die Deutsche Bank hat sich gegen höhere Eigenkapitalquoten gewehrt und sind dafür und für die angestrebte sehr hohe Eigenkapitalrendite von Ex-IWF-Chefökonom Simon Johnson stark kritisiert worden. Ihr Institut setzt sich bewusst für schwächere Regulierung ein (wo doch die Finanzkrise gezeigt hat, wohin dies führt) und wehrt sich stark gegen eine wirksame Aufsicht oder auch Haftung.

Sie als diejenigen, die diesen Brief lesen, können sicherlich nicht sofort die Situation ändern – die Konzernführung ist schließlich weit weg. Nicht desto trotz würde ich mich freuen, wenn Sie den Inhalt dieses Briefes in den konzerninternen Meetings ansprechen würden, denn auch für Sie als Bank haben diese Inhalte Relevanz.

Es sind lange keine sogenannten linken Spinner mehr, die sich Gedanken über Nachhaltigkeit machen. Die exzellenten Leitartikel von Thatcher-Biograph Charles Moore „I'm starting to think that the Left might actually be right“ und FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher „Ich beginne zu glauben, dass die Linke recht hat“ zeigen, dass derartige Fragen lange den Mittelpunkt der Gesellschaft erreicht haben. Eine Gesellschaft, die Sie mit Ihrem Namen repräsentieren und durch welche Sie Ihr Geld verdienen.

Ich würde mich freuen, wenn ich in Zukunft bessere Nachrichten von Ihrem Finanzhaus hören würde. Nachrichten, die zeigen, dass Ihr Institut verstanden hat, dass der Finanzmarkt mehr ist als ein Casino, bei dem man möglichst viel Geld machen muss. Nachrichten, die zeigen, dass Sie Ihrer Größe entsprechend Verantwortung übernehmen. Für uns alle.

Solange ich diese Übernahme von Verantwortung nicht sehe, werde ich Kunde eines anderen Geldhauses werden – einer Bank, die aufgrund gelebter Nachhaltigkeit selbst in der Krise Gewinne erwirtschaftet hat und für die Transparenz oberstes Gebot ist. Dies ist keine Entscheidung für alle Zeit, ich bin gerne bereit, wieder geschäftlich mit Ihrer Bank zu tun zu haben – aber Ihr Institut ist die Seite, welches dafür die nötige Vertrauensgrundlage schaffen muss. Dies schliesst gesellschaftliches Vertrauen explizit mit ein.

Bitte überweisen Sie den zum Schliessungszeitpunkt auf dem Konto befindliche Geldbetrag auf folgendes Konto:
Kontonummer:    XXX XXX XX
Bankleitzahl:        404 259 19 00
Bank:            GLS-Bank

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen
Ernesto Ruge

Der Text darf gerne kopiert werden - und natürlich darf gerne mitgewechselt werden. Attac hat kurz nachdem ich mir den Wechsel vorgenommen habe eine Kampagne zum Bankenwechsel names Krötenwanderung initiiert, wo man in viel schöneren Worten meine Beweggründe nachlesen kann. Viel Spaß beim Lesen und Handeln!

3 days in London

2011 London Global Zero World Summit: Impressions

2011 London Global Zero World Summit: One step ahead.

Ein weiteres Jahr, eine weitere Konferenz: Auch im Jahr 2011 versammelten sich Staats- und Regierungschefs, militärische und gesellschaftliche Führungspersonen sowie eine Hand voll Studenten, um nukleare Abrüstung einen weiteren großen Schritt voranzubringen. Ich war einer dieser Studenten.

Die Konferenz bestand für Studenten wie auch im letzten Jahr aus zweit Teilen: Aus dem Vorbereitungstreffen - dieses Jahr London Institute genannt - und der Konferenz selbst. Begonnen hat somit alles in einem kleinen schnuckeligen ziemlich großen Herrenhaus namens Wotton House irgendwo im Süden von Großbritannien.

Die da drüben ...

... sind anders. Und das ist gut so. Wie auch schon auf dem letzten World Summit war der Hauptcharakter nicht so sehr der Inhalt - sondern der Austausch zwischen den den Studenten und ihrer Kultur. Neben gesellschaftlichen Betrachtungen von Nuklearwaffen in den verschiedenen Staaten ging es auch schnell um Studium, Gesellschaft und Freizeit - was aber neben einem Gruppenzusammenhalt auch viele neue Ideen für Global-Zero-Campaigning hervorgebracht hat.

Die neue Kampagne: Kosten statt Moral

In vielen Ländern - insbesondere der USA - muss aufgrund der Weltwirtschaftskriese stark an öffentlichen Dienstleistungen gespart werden. Dies hat Global Zero aufgenommen und zu der Cost Campaign weiterentwickelt: Ist es nicht unsinnig, Geld für nukleare Waffen herauszuwerfen, während verschiedene, für die Gesellschaft wichtige, Dienste eingespart werden? Die Kampagne wird je nach Land an die zur Zeit passenden besonders heftigen Sparprojekte angepasst, so dass der Teilnehmer ein plastisches Beispiel für die hohen Kosten der Nuklearwaffen erhält - incl. Herunterbrechen der Zahlen auf begreifbare Größen.

Die Kampagne ist für Deutschland zwar weniger interessant - unsere Ausgaben für Nuklearwarwaffen sind nun einmal recht begrenzt, die Auswirkungen der Krise auf unser Sozialsystem ebenfalls - jedoch ist dieser andere Ansatz der Kampagne eine Chance, Menschen zu erreichen, welche sich sonst nicht allzu sehr für die oft allzu moralischen Argumentationslinien der nuklearen Abrüstung interessieren. Denn es ist eine Sache, wenn von außenpolitischen Strategien von Nuklearwaffen und in diesem Zusammenhang von Machtungleichgewicht geredet wird - aber eine ganz andere, wenn dann aufgrund dieser Außenpolitik die Schule nebenan geschlossen wird.

Voyage, voyage, ...

Nach drei Tagen voller Diskussion, Spaß und Kaffee ging es dann in die Londoner Innenstadt, wo das eigentliche World Summit stattfinden sollte. Neben der eigentlichen Konferenz gab es auch eine Vorführung des Filmes "Countdown to Zero" im BAFTA inklusive Paneldiskussion mit Lawrence Bender, Queen Noor, Rt. Hon. Margret Beckett, Valerie Plame Wilson und Dr. Bruce Blair sowie ein Gala-Dinner in der Great Hall des Royal Courts, wo alle Teilnehmer der Diskussion die Chance hatten, sich direkt auszutauschen.

Öffentlichkeit ist alles

Die Konferenz selbst fand im Savoy statt - im großen und ausgeschmückten Lancester Ballroom. Dort fanden dann Panel-Diskussionen zu verschiedenen Themen (Global Zero Action Plan: Getting to Multilateral Negotiations, The Political & Public Campaign for Global Zero, Building an International Commitment for Global Zero, The Politics of Achieving Global Zero: Regional Perspectives). Inhaltlich gab es bei diesem seit vielen Jahren diskutierten Thema nicht allzu viel Neues - dafür wurde die Presse um so mehr gefüttert. Die Cost Campaign spielte hierbei eine zentrale Rolle - die Zahlen sind zwar seit vielen Jahren bekannt, jedoch hat bislang niemand derart öffentlichkeitswirksam die Auswirkungen auf den einzelnen Menschen dargestellt.

... und ein wenig Inhalt

Neben der exzellenten Pressearbeit gab es natürlich auch die eine oder andere inhaltliche Neuigkeit. Sir Malcolm Rifkind erwähnte zum Beispiel, dass es ein wichtiger Zwischenschritt sei, dass alle Nuklearstaaten zumindest nicht weiter aufrüsten, um ein Wettrüsten zu verhindern und um Vertrauen zu bilden. Auch das Nuclear Sharing wurde von westlicher Seite mehrfach als das neue große Ziel angesprochen - von russischer Seite hatte man erwartungsgemäß ein paar Bedenken - taktische Waffen seien eh wirkungslos, man solle sich doch erst um die echten Gefahren kümmern.

Richard Burt sprach ebenfalls noch den Verlauf der Verhandlungen von NewSTART an - und dass dieser Vertrag trotz der unangenehmen Zugeständnisse keineswegs selbstverständlich ratifiziert wurde. Es sei wichtig, daraus Lehren zu ziehen - es sei wichtig, alle großen politischen Gruppen mitzunehmen, sonst stehe man allzu schnell isoliert und ohne Chance auf Durchsetzung seiner Ideen da. Dies ist (aus meiner persönlichen Sicht) auch ein wichtiges und viel zu wenig diskutiertes Thema, was der Rest der Friedensbewegung akzeptieren muss: Egal, wie hässlich die Zugeständnisse waren, die Obama machen musste, egal, wie wenig dann aufgrund von Rechenspielereien tatsächlich abgerüstet wurde - mit Maximalforderungen hätte man den Vertrag komplett in den Sand gesetzt, und das Signal wäre fatal geworden, gerade auch in Bezug auf die kommende CTBT-Ratifikation.

Erwähnenswert waren noch die Beiträge von Gen Ret. Uzi Eilam und der kompletten Runde um Amb. Wolfgang Ischinger, hier insbesondere die iranische Perspektive um Amb. Seyed Hossein Mousavian, welcher für die iranische Perspektive sprach - ein Novum auf dem Global Zero World Summit. Der Nahe Osten zeigte sich auf dem World Summit als ein ziemliches Mienenfeld - mit unheimlichen Potential, ganz besonders erkennbar an den Student Leaders, welche eine ganz neue Form der Zusammenarbeit über Nationalgrenzen hinweg und abseits der alten Feindschaften zu schätzen wussten.

Nichts spektakuläres, aber drägende Kontinuität

So könnte man die Konferenz zusammenfassen: Das Thema nukleare Abrüstung ist so alt, dass keine spektakulären Neuigkeiten zu erwarten waren. Dafür hat Global Zero mit dem 2011 Summit gezeigt, dass es am Ball bleibt - und dass es neue Formen der Öffentlichkeitsarbeit beherrscht und nukleare Abrüstung auf den Alltag vieler Menschen herunterbrechen kann. Ergänzt mit dem Fachwissen und der insititutionellen Erfahrung der anderen nuklearen Abrüstorganisationen ist ein Global Zero möglich. Packen wir es an!