Fragen rund um Global Zero
Im Vorfeld habe ich viel Kritik in Bezug auf Global Zero gehört. Durch die Teilnahme an der Konferenz habe ich einen guten Einblick bekommen können, so dass ich die wichtigsten Fragen beantworten kann.
“Der Global Zero Actionplan ist extrem unpräzise”
Leider ja. Es ist letztlich ein Minimalkonsens, welcher die Richtung angibt und es allen Staaten ermöglicht, daran teilzunehmen. Bei zu vielen Details würden einige Staaten sofort aussteigen, es könnte keine Entwicklung geben, die später mehr möglich macht. Die Situation wie beim CTBT soll also dringend vermieden werden.
“Die Finanzierung ist nicht erkennbar”
Dies liegt vor allem an den Organisationen, welche gespendet haben. Diese sind nämlich gerade nicht Menschen wie Richard Branson, welche sich davon Vorteile versprechen, sondern eher Überzeugungstäter, welche sich damit gar nicht so sehr rühmen wollen. Um Namen zu nennen: Der Hauptsponsor war The Simons Foundation bzw. Dr. Jennifer Allen Simsons, als weiterer wichtiger Sponsor tritt Ploughsares Fund auf. Neben den beiden liegt mir eine Liste von 26 weiteren Großsponsoren vor, die ich aber nicht veröffentlichen mag, da ich damit ggf. Persönlichkeitsrechte verletzen würde. Es ist eine bunte Mischung aus Privatpersonen, NGOs, Thinktanks, Regierungsorganisationen und Wirtschaftsunternehmen, teilweise ohne direkten Zusammenhang mit dem Thema – ausser dem Bewusstsein, dass das eine Gefahr für alle ist.
“Es ist gefährlich, nicht sofort einen vollständigen Vertrag zu erstellen, der alle Staaten zu einem Ausstieg verpflichtet”
Dies ist zwar richtig, da das Zeitfenster sehr klein ist, wo wir etwas initiieren können, auf der anderen Seite ist es leider aber auch so, dass es kein Vertrag gäbe, bei welchem alle Staaten unterzeichnen würde. Und es ist Global Zero wichtig, alle Staaten mitnehmen zu können, da sonst eine Situation wie bei dem CTBT entstehen könnte, bei dem dessen Auflösung bereits in der Diskussion ist. Leider gibt es zudem das Problem mit dem Zeitfenster, welcher durch eine weltweite Bewegung gelöst werden soll, die den Druck auf die Regierungen auch nach dem kleinen Startzeitfenster aufrechterhalten kann.
“Die Domain gehört dem Center of Defence Information, einem US-Militär-Thinktank”
Das Center of Defence Information ist ein Teil des World Security Institute, welches Global Zero mit initiiert hat. Um den Eindruck zu vermeiden, dass es sich dabei um eine rein amerikanische Bewegung handelt und somit ggf. Staaten verschreckt hat das WSI sofort russische Partner gesucht. Gleichzeitig hält es sich ein wenig zurück, auch wenn es im Hintergrund ein Teil der Organisationsarbeit übernimmt – wie eben die Anmietung des Global Zero Webservers.
“Global Zero macht nicht deutlich, dass die Ideen nicht von ihnen sind”
Dies ist leider bislang richtig, mit dieser Konferenz soll dies jedoch maßgeblich geändert werden. Die Thematik wurde mehrfach angesprochen, vor allem die Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Organisationen soll deutlich verbessert werden. Ich hoffe, dass darauf Taten folgen, aber gleichzeitig vermute ich, dass meine Teilnahme an Global Zero genau diesen Zweck hat – Verbindungen zu den Naturwissenschaftlern schaffen.
“Global Zero antwortet sehr langsam oder garnicht”
Global Zero hat ein Kernteam von round about 10 Personen, die alles organisieren – was nicht leicht ist. So viel Geld hat Global Zero auch nicht, auch wenn die Konferenz danach aussieht. Somit liegt ein verspätetes antworten oft an einem überarbeiteten Team.
“Global Zero gibt viel Geld für Konferenzen aus, die Orgateams sind aber recht klein, so dass z.B. die Website zum Teil nicht gepflegt wird”
Global Zero möchte vor allem in die Öffentlichkeit kommen, um einen enstprechenden Druck auf die Regierungen zu erzeugen. Hierbei spielen die Konferenzen eine entscheidende Rolle, da nur auf einem solchen Standard internationale Größen mit Einfluss integriert werden können. Durch die begrenzten Geldmengen und das dadurch resultierende kleine Team ist die Website – vor allem die fremdsprachigen Bereiche – deswegen nicht immer up2date. Viele aus der Global Zero Orga hoffen dabei auf ein wenig Mithilfe von Freiwilligen.
Wie man sieht, sind alle Fragen in sich stimmig zu beantworten. Das Problem ist bis dato die durch die Überarbeitung entstandene Intransparenz, und wir Student Leaders werden unseren Teil dazu beitragen, dass Global Zero offener wird – damit die Bemühungen für nukleare Abrüstung nicht durch Reibungsverluste zwischen den Initiativen vermindert werden.
Global Zero: Photos und Videos
Natürlich habe ich meine Spiegelreflex und zusätzlich die von der Uni geliehene Videokamera massivst gebraucht – so sehr, dass ich ich neben meinem Naturwissenschaftler-Freak-Stempel noch ein Medien-Freak-Stempel aufgedrückt bekommen habe. Hier auf dieser Seite kann man die Photos abrufen, für die Videos fragt mich bitte an.
Bericht Global Zero
Nun liegt die wohl bewegenste Woche in den letzten Jahren hinter mir. Und sie verspricht gleichermaßen nur ein kleiner Startschuss von noch viel Größerem zu sein. Nun – von Beginn an:
Am Samstag habe ich die Erfahrung gemacht, dass der Thalys genauso nervtötend sein kann wie die Deutsche Bahn. Schnee + Steine in den Motor bekommen, Aus fünf Minuten wurde eine Stunde warten, dann weiterzuckeln mit 40km/h, weiterzuckeln mit 40 km/h in irgendeinen Bahnhof in der Pampa irgendwo vor Brüssel. Dann Gruppenkuscheln im dort befindlichen Thalys, da die Menschen von drei Zügen in einen gequetscht wurden. Resultat: 3 Stunden Verspätung, Global Zero Sammelpunkt war leer, aber drei nette Mädels kennengelernt. Folge: Ernesto fährt ohne Französischkenntnisse nach L’Aigle in die französische Pampa und steigt durch eine unglückliche Verspätung beinahe am falschen Bahnhof aus. Wunderbar. Last but not least bin ich dann um 21:30 doch noch angekekommen – als letzter. Ich wurde abgeholt und zu unserem Tagungsort gebracht, dem französischen Landhaus Château de la Noë Vicaire. Nach ein bisschen Begrüßung ging es dann auch realtiv fix ins Bett, da die Meisten von der Reise erledigt waren.
An den folgenden zwei Tagen folgte seeeeehr amerikanisches Führungskräfte-Programm, dessen Ausrichtung vor allem in der Kampagnenorganisation lag, nicht so sehr auf inhaltlichen Aspekten – diese würden auf der Konferenz stattfinden. Ausserdem wurde Storytelling ausgibig behandelt. Die Übungen mutierten allerdings meist zu einem internationalen Austausch, da viele der Methoden schlicht ungeeignet waren für andere Länder – irgendwelche Anekdoten über die Vergangenheit und Nationalstolz sind eben für Deutschland nicht wirklich geeignet. Am Rande gab es kleine Bollywood-Tanzeinlagen, die erste Schneeballschlacht im Leben einiger Teilnehmer und einige weitere Späße. Zusammen war es aber eine unglaublich produktive und spannende Zeit mit einer wirklich sympatischen und fähigen Gruppe Studenten. Lustigerweise war ich aber der einzige Naturwissenschaftler, weswegen ich wohl zweitweise ein wenig freakig herüberkam. Am Montag Abend ging es dann noch in das Intercontinental Paris – LeGrand Hotel. Erste Beobachtung: Da kostet eine Nacht mehr als ich in meinem ganzen Leben für Hotels ausgegeben habe. Zweite Beobachtung: Man kann sich wunderbar verlaufen. Zusammenfassung: An den Komfort kann man sich gewöhnen.
Die Konferenz selbst begann am Dienstag früh und endete Donnerstag Mittag. Es drangen in den Redebeiträgen immer wieder auch andere Themen durch, vor allem die nukleare Bewaffnung Israels, die Atompolitik vom Iran und verschiedene Fragen rund um China. Interessant waren auch viele Anspielungen auf die lange Geschichte der nuklearen Abrüstung und die Einbindung anderer Initiativen – vorangetrieben nicht nur von den Teilnehmern, sondern auch vom Global Zero Kernteam. Die Grundaussage war zudem, dass die Initiativen extrem wichtige Vorarbeit geleistet haben, Global Zero aber versuchen möchte, die weitere wichtige Komponente “Öffentlichkeit” zu bearbeiten und Bewegungen zusammenführen möchte. Zu diesem Detailthema folgt in Kürze aber noch ein weiterer Blogpost.
Recht interessant waren auch ein Film, über den ich nicht mehr sagen darf, und die beiden abendlichen Gala Dinners, bei denen ich in Kontakt mit verschiedenen sehr interessanten Menschen kam – u.a. mit Mr. Bruce Lowry, Dr. Barry Blechmann und Ernesto Zedillo. Zudem wurden wir Studenten zum Großteil persönlich für das nächste Treffen nach Japan eingeladen, um in Hiroshima noch einen ganz direkten Eindruck zu bekommen. Wir wurden ebenfalls direkt dazu aufgefordert, die auf der Konferenz geknüpften Kontakte weiter zu pflegen und für Global Zero zu nutzen.
Auf der fachlichen Ebene wurde vor allem die Dringlichkeit von Global Zero erläutert. Das Zeitfenster ist sehr klein, einerseits erfährt das Thema schubweise Aufmerksamkeit und wir haben zur Zeit genau so einen Zug, auf der anderen Seite steht die Gefahr einer unkontrollierten Verbreitung von Nuklearwaffen. Wie in verschiedenen Medien auch diskutiert droht uns eine Spirale der nuklearen Aufrüstung, an dessen Ende Nuklearwaffen als Standardbewaffnung einer jeden größeren Armee stehen würde. Dies würde das Risiko eines Nuklearkrieges durch einen technischen Fehler, durch radikale Diktaturen oder auch durch Terrorismus erheblich erhöhen. Da es nicht logisch vertretbar ist, dass nur bestimmte Staaten abrüsten, ist Global Zero letztlich die einzige sinnvolle Möglichkeit. Es lag über der ganzen Konferenz ein Hauch der Dringlichkeit, und nicht selten wurden Vergleiche zu der Erderwärmung gezogen – als das zweite von Menschen geschaffene Problem, welches einen starken Effekt auf die gesamte Menschheit haben kann.
Insgesamt hat mich die Konferenz äusserst motiviert, das Thema “nukleare Abrüstung” äusserst stringent weiter zu verfolgen. Es ist schlichtweg wichtig – und wenn nicht wir und jetzt – wer und wann sonst?
Auf Reise
Nun … jetzt sitze ich das erste Mal in meinem Leben in einem Thalys. Und ich fahre das erste Mal auf eine internationale Konferenz. Und ich bin wirklich gespannt, wer die anderen 29 Studenten sind, die ich Treffe. Und ich hoffe, dass es viele Antworten und viel Neues gibt …
Aber im Detail. Thalys. Die Sitze sind gemütlich. Und es stinkt. Dämliche Toilette. Aber das ist letztlich eine Kleinigkeit.
Nächstes Detail. Internationale Konferenz. Nun, ein interessanter Aspekt – einerseits – das Thema ist hochinteressant. Aber das Thema habe ich ja bereits behandelt. Andererseits: Bis auf Grüne Prominenz habe ich bislang keinerlei Politiker der internationalen Bühne kennengelernt. Dies wird sich nun wohl ändern. Und besonders Herr Ischinger wird wohl “Opfer” eines Interviews
Weiteres Details: Die Studenten. Mit Zweien hatte ich bereits Kontakt – M. aus Bremen und S. aus Frankfurt. Es bleiben 27 weitere Studenten aus aller Welt. Und da internationale Gruppen immer eine unglaubliche Kreativität besitzen, hoffe ich, dass wir viel machen können. Und dass ein Netzwerk entsteht, was Global Zero wirklich voranbringen kann.
Und Antworten … die Kontakte zur Friedensbewegung haben doch einige Fragen aufgeworfen. Welche genau werde ich noch später erleutern. Genauso, wie ich das Diagramm mit der internen Struktur wohl noch erstellen muss – leider fehlen mir auch dazu bislang die Strukturen.
Jetzt fahre ich aus Deutschland raus – und somit fliege ich aus dem Netz – 20 Euro Roaminggebühren für 12 Stunden sind einfach zu teuer. Beizeiten gibt es neue Berichte!
Das grobe Umfeld von Global Zero
Nachdem ich nun selbst lange gebraucht habe, um die Strukturen von Global Zero zu begreifen, habe ich eine kleine Grafik angefertigt, welche den Zusammenhang ein wenig verdeutlicht. Ich hoffe, das hilft.
Die Grafik ist auch als PDF verfügbar.
Mich findet man dort als einer der Student Representatives wieder, welche zum World Summit in Paris fahren. Zudem bin ich in einer lokalen Uni-Gruppe aktiv und inspiriere die Uni-Presse.
In den nächsten Tagen beleuchte ich noch einmal die Strukturen von Global Zero selbst, die (leider) gar nicht so einfach zu durchschauen sind, was auch ein Kritikpunkt seitens einiger Menschen der Abrüstbewegung zu sein scheint. Habt also ein wenig Geduld …
Warum nukleare Abrüstung? Wie kams zu Global Zero?
Vor ein paar Tagen habe ich folgenden Satz an den Kopf geschmissen bekommen:
Global Zero? Nukleare Abrüstung? Na da lässt du dich auf etwas ein. Wäre nichts für mich – zu wenig Erfolgserlebnisse!
Nun. Warum macht man so etwas? Als Physikstudent hätte ich nun genug Chancen, in der Wirtschaft unterzukommen oder mein Leben lang ausschließlich zu forschen.
Warum also gerade nukleare Abrüstung?
Perspektivenwechsel. Stellt Euch vor, ihr studiert Physik. Ihr seid im 8. Semester. Und irgendwie habt ihr ein verdammtes Problem mit Eurer Motivation. Das Studium hat euch einfach zu wenig mit der Realität zu tun. Soweit dürfte dies jedem Studenten schon einmal in starker oder weniger starker Ausprägung.
Wie löst man dieses Problem nun? Indem man sein Studium neu ausrichtet. Diese Neuausrichtung kam in Form von Prof. Dr. Altmann und seiner Vorlesung “Physik und Abrüstung”. Dies verband Teile meiner gesellschaftspolitischen Ideale mit meinem naturwissenschaftlich-physikalischen Interesse.
Politik ist in der Physik sehr unpopulär (aka “Wie? Du machst bei einer Partei mit? Du spinnst ja!” – O-Ton in der Fachschaft), und so ist es nicht weiter komisch, wenn man mit dieser Ausrichtung etwas schräg angeschaut wird, insbesondere, weil das höchste Ziel eines Physikers meist eher etwas mit dem LHC (Teilchenphysik) oder eben anderen sehr theoretischen Fachrichtungen zu tun hat. Deswegen gibt es auch nur vier Unis deutschlandweit, die Naturwissenschaften und Abrüstung verbinden.
Und so geschah es … (Global Zero)
Eines schönen Freitags Ende November 2009 erreichte mich nun von Herrn Altmann eine Mail – man könne sich bei Global Zero bewerben. Global Zero? Das hatte ich bislang nur am Rande irgendwo mal gehört. Und wie ich mittlerweile mitbekommen habe: Global Zero kennt kaum jemand in Deutschland.
Das andere Problem war: Ich hatte genau zwei Tage zum Schreiben dieser Bewerbung. Am Montag Mittag war Abgabefrist. Durch die Hilfe von einer ehemaligen FÖJlerin ist mir die Bewerbung recht gut gelungen – noch einmal vielen vielen Dank hierfür, Kate – ohne Dich wär das wohl nichts geworden. Eine Wochen später erreichte mich dann die Nachricht, dass ich in den engeren Kreis aufgenommen wurde – ein Telefoninterview wurde angesetzt.
Wenn ich eins aus Global Zero bislang gelernt habe, dann war es folgendes: “Lern gefälligst mehr Englisch!”. So in etwa verlief dann auch das Telefoninterview, und ich dachte, dass meine miserabelen Englischkenntnisse das einzige gewesen sein sollte, was ich daraus lernen durfte.
Weit gefehlt. All die Reden von Obama, die ich mir zur Übung durchgelesen habe, müssen wohl irgendetwas hinterlassen haben. Kurz vor Weihnachten erreichte mich also die Nachricht, dass ich dabei war. Dieses vorgezogene Weihnachtsgeschenk war wohl das, was die größten Auswirkungen von allen hatte.
Nur: Wer lernt jetzt statt mir theoretische Teilchenphysik für die Diplomprüfung?
Neues Kapitel: Global Zero
Mit dem heutigen Datum beginnt dieses Blog einen neuen Sinn zu bekommen. Der 01.01. eines jeden Jahres ist zwar normalerweise der Tag im Jahr, wo man sich das meiste vornimmt und das wenigste dann davon nachher schafft. Aber ich denke, dass ich meinen guten Vorsatz erfüllen werde. Denn er ist nicht inhaltslos.
Global Zero. Ein paar wenige aus meinem Umfeld mögen es bereits mitbekommen haben – Ende November habe ich mich sehr kurzfristig für die Teilnahme an dem Global Zero World Summit als studentischer Vertreter beworben. Aufgrund der geringen Zeit und meiner nicht so berauschenden praktischen Englischkenntnisse habe ich mir zunächst nur geringe Chancen ausgerechnet. Doch ich wurde positiv überrascht. In der Weihnachtswoche erreichte mich ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Ich war einer der 25. Vertreter.
Global Zero. Was ist das überhaupt? In kurz: Global Zero ist eine von aktiven und ehemaligen Führungspersonen gegründete Initiative, die sich der weltweiten nuklearen Abrüstung verschrieben hat. Hierzu hat sie im Sommer 2009 einen detaillierten 20-Jahres-Plan vorgestellt, der in vier Phasen zunächst Russland und die USA und ab 2014 auch die kleinen Nuklearmächte einbezieht. Global Zero wird von zahlreichen prominenten Vertretern aus Politik, Militär und der Zivilgesellschaft unterstützt, unter anderem von Jimmy Carter, Michael Gorbachev und Hans-Dietrich Genscher.
Global Zero versucht mithilfe seiner Kontakte, seines Wissens und seiner Erfahrung das Entstehen von Verträgen zur nuklearen Abrüstung zu befördern. Hierbei haben Global-Zero-Vertreter unter anderem für die Nachfolge des START Abkommens gekämpft und öffentliche Diskussion durch Publikationen in Zeitungen wie der NewYork Times befördert.
Grundlage all dieser Bemühungen ist das Bewusstsein, dass wir am Scheideweg stehen – die Anzahl der nuklearen Mächte wächst, und der Zeitpunkt, wo die Verbreitung von Nuklearwaffen nicht mehr aufgehalten werden kann, naht. Es erfordert also jetzt eine zügige und konsequente Abrüstung aller Nuklearmächte, um auch in Zukunft den Einsatz von Massenvernichtungswaffen durch Staaten oder terroristische Vereinigungen ausschließen zu können.
Dies soll als kurze Einführung zu Global Zero genügen. In den nächsten Wochen werde ich mehr und mehr zu diesem Thema veröffentlichen, als nächstesmeine persönliche Motivation, aber auch Erfahrungen mit der Presse und vieles mehr. Zudem wird dieses Blog Dreh- und Angelpunkt für meine Berichterstattung direkt vom Global Zero World Summit sein. Ihr dürft also gespannt sein.
Objektiv zurück + viele Bilder online
Wie man vielleicht schon in der Galerie hat erkennen können fotografiere ich jetzt wieder mehr – mit dem Tamron 28-75er Objektiv. Dieses ist nach ca. 3 Wochen zurückgeschickt worden und bietet nun eine unglaubliche Schärfe, wie man auf den Fotos erkennen kann.
Da ich zusätzlich ein Fernauslöser und ein Stativ gekauft habe, konnte ich das Objektiv für einige Spielereien in Bochum und Münster einsetzen. Außerdem bot die 2. Verkehrsfachtagung Rhein Ruhr für mich als aktives ruhrmobil-E Mitglied gute Möglichkeiten, weitere Motive zu finden – schließlich war dort die Deutschlandpremiere des Tazzari Zero – einem sehr kleinen Elektroauto aus Italien. Ach und – das Wikipedia Foto stammt auch von mir.
Wundersame Medizin
Jetzt nachdem alle Dinge ein bisschen mehr geordnet sind nach meinem Umzug bin ich über eine kleine Packung mit Zitronenbonbons gestolpert, die ich wohl irgendwann einmal bei einer Apotheke mitbekommen habe. Doch ein bisschen merkwürdig war der Aufdruck “Gute Laune Bonbons” schon. Das Lesen der weiteren Beschreibung führte tatsächlich zu einem Ausbruch von Heiterkeit, aber vermutlich nicht so, wie sich die Hersteller das vorgestellt haben. Aber lest selbst:
Jetzt frage ich mich:
- Seh ich so depressiv aus, dass ich ein “Medikament” gegen Depressionen ausprobieren sollte?
- Und wie dreist kann man sein, SOLCHEN Bonbons irgendeine Wirkung zuzuschreiben?
… au man.
PS: Wenn mein makrofähiges Objektiv wieder da ist, gibts auch bessere Fotos
UPDATE: Aber lecker sind sie schon, die Anti-Depressiva-Bonbons. Schmecken wie … joa … bessere Zitronenbonbons aus dem Supermarkt?





