Entrümpelung: Möbel zu verschenken

Mein Keller ist voll, meine Wohnung ebenfalls. Das hat Gründe™, ist aber kein Dauerzustand und bedarf einer Änderung. Mit anderen Worten - ich habe folgende Möbel abzugeben:

  • 1 schwarzer Kleiderschrank mit Spiegeltür, 180 cm breit
  • 2 schwarze Wohnzimmerschränke, 120 cm breit, 110 cm hoch, 45 cm tief, einer der Wohnzimmerschränke hat eine zerbrochene Tür, welche man mit Holzdübeln kleben müsste
  • 1 schwarzer Wohnzimmerschrank, 120 cm breit, 45 cm tief, ca. 40 cm Schubladen, darüber ein Dreieck mit Glasscheiben, Glastüren und einem leider zerbrochenen Spiegel im Hintergrund
  • 1 schwarz-gläserner ovaler Wohnzimmertisch, ca. 120 cm x 60 cm, hat Farbflecken
  • 1 Taschentonnenfederkern-Matratze, 90 cm x 200 cm, stand recht lang in einem trockenen Keller
  • 1 Federkern-Matratze 140 cm x 200 cm, recht durchgelegen
  • 1 Bettgestell für 140 cm x 200 cm, Lattenrost besteht aus ausrollbaren Brettern
  • 1 Kratzbaum, 2 m hoch (bereits weg)
  • 1 Bürostuhl, Sitz durchgesessen und riecht nach Raubtier (Katzenschlafplatz), müsste neu bespannt werden.

Die Möbel sind alle nur in eher mäßigem Zustand, das heisst, dass es auch schon mal mehrere Kratzer oder Dergleichen gibt. Am 29.05. kommt alles auf den Sperrmüll - es sei denn Du hast Interesse. Ich verschenke alle Möbelstücke, die einzige Bezahlung soll ein Lächeln sein. Bei Interesse einfach mich kontaktieren. :)

Hier noch ein paar Bilder von Kratzbaum und den drei Wohnzimmerschränken, das Dreieck dabei ohne Aufbau und hochkant + mit nur zwei Schubladen (die anderen beiden sind irgendwo im Keller):

 

Viele Stunden Spaß: Fehler bei WordPress MU 3.3 und fehlendem Datenbank-Prefix

Seit dem Upgrade von WordPress auf WordPress 3.3 funktionierte irgendetwas bei meinem WordPress MU nicht mehr richtig. Dieses WordPress hier ist die Master-Seite einer MU Installation mit dem Domain Remapping Plugin, so dass ich viele verschiedene Seiten mit einer Codebasis betreuen kann - eine sehr angenehmes Feature, um alles einfacher zu halten und mehr Sicherheit durch immer aktuelle Software zu erhalten. Soweit, so gut.

Nach dem Upgrade auf 3.3 wurden die Nutzer aber nicht mehr zu ihrer Admin-Seite weitergeleitet, wenn sie sich auf einem anderen Blog als auf diesem hier (also dem Master Blog) einloggen wollten. Stattdessen kamen sie auf ihre Nutzerseite hier direkt auf sectio-aurea.org/wp-admin/user/ . Ausserdem wurde in der "Meine Blogs" Liste nur noch das Hauptblog angezeigt, nicht aber all die anderen Blogs, wo ein Nutzer Rechte hatte.

Da sich meine erste Vermutung, es könne sich dabei um einen Plugin-Fehler des noch nicht vollständig an WordPress 3.3 angepassten Domain Remapping Plugins halten, nicht bestätigt hat (es gibt aber eine Beta-Version, die die sonstigen Fehler des Plugins behebt) ging es in den Code. Verantwortlich für die Weiterleitung auf die richtige Seite war dieses Codefragment in der wp-login.php:

if ( is_multisite() && !get_active_blog_for_user($user->ID) && !is_super_admin( $user->ID ) )
$redirect_to = user_admin_url();

Die Funktion get_active_blog_for_user() gab null zurück, obwohl dies das Aktive Blog des Nutzers war. Merkwürdig. Die aufgerufene Funktion befand sich in wp-include/ms-functions.php:

$blogs = get_blogs_of_user( $user_id );
if ( empty( $blogs ) )
return null;

Ah. Da kommt unsere null her. Aber warum ist $blogs leer, wenn der Nutzer doch Teild es Blogs war? Ein Blick in wp-include/user.php verrät es:

foreach ( $keys as $key ) {
if ( 'capabilities' !== substr( $key, -12 ) )
continue;
if ( 0 !== strpos( $key, $wpdb->base_prefix ) )
continue;

Dort wird bei den Optionen geschaut, ob der Nutzer Rechte an dem Blog hat. Und dabei wird abgebrochen, wenn der Database Prefix irgendwo gefunden wird. Mein Database Prefix war ein leerer String, also "". Was ziemlich häufig im String vorkommt. Bzw nicht wirklich definiert sein dürfte. Verdammt.

Dies ist eine Änderung in WordPress 3.3 (siehe user.php von WordPress 3.2.1). Ich dachte erst an einen Bug, aber dann stolperte ich über diesen Bug-Report. Und letztlich die Aussage, dass kein Datenbank-Prefix scheinbar noch nie unterstützt wurde, dies aber lange Zeit nicht kontrolliert wurde (wohl bis Version 3.0). Leider wurde im Zuge der Upgrades nie so richtig darauf hingewiesen, es gab keine Fehlermeldungen oder sonst etwas. Nur bei Neuinstallationen gibt es ab Version 3.0 einen Hinweis. Meine Installation hat aber schon einige Jahre auf dem Buckel. Also - Prefix hinzufügen. Aber wie?

Google hilft, und so fand ich diese Anleitung, in der alle Schritte beschrieben wurden. Der zweite Schritt stellte mich bereits vor einige Probleme, wie ändert man bei 301 Tabellen den Namen? Geholfen hat hier TextWrangler. Zunächst habe ich nach Auswahl der WordPress Datenbank folgenden Befehl in MySQL ausgeführt:

show tables

Die damit erhaltene Liste habe ich in TextWrangler hineinkopiert. Der Befehl, um eine Tabelle umzubenennen lautet:

RENAME TABLE `DATENBANKNAME`.`TABELLENNAME` TO `DATENBANKNAME`.`NEUERTABELLENNAME` ;

Mit dem Reg-Exp-fähigem Suchen-Ersetzen-Befehl von TextWrangelr kann man dies nun für alle Zeilen machen. Man trage dafür in die Zeile Suchen:

(.+?)\r

und in die Zeile ersetzen:

RENAME TABLE `DATENBANKNAME`.`\1` TO `DATENBANKNAME`.`\1` ;

 

ein (Achtung! Neue Zeile steht da bewusst - sonst wird es sehr unübersichtlich!). Voila. Diese ganzen Befehle müssen wir nur noch MySQL geben, dann sind alle Tabellen richtig benannt.

Schritt 3 und 4 sind ebenfalls herausfordernd. Wenn man kein Prefix hat, kann man auch schwerlich danach suchen. Aber wie findet man jetzt die richtigen Werte? Man erstellt sich eine Testinstallation und schaut nach. Bei Schritt 3 müssen alle Optionstabellen geändert werden, also PREFIX_options und PREFIX_BLOGID_options jeweils in der Spalte option_name den Begriff user_roles in PREFIX_user_rolls. Schritt 4 bringt noch einmal mehr Spaß, dort müssen in der Tabelle PREFIX_user_meta alle Werte dashboard_quick_press_last_post_id, capabilities und user_level in der Spalte meta_key auf jeweils PREFIX_dashboard_quick_press_last_post_id, PREFIX_capabilities und PREFIX_user_level ändern. Das ist viel, viel manuelle Arbeit (oder ein Job für ein Script, was ich aber nicht erstellt habe).

Wenn alle Tabelleneinträge aktualisiert sind, kann man mit der WordPress-Seite wieder online gehen - und darüber fluchen, dass WordPress wirklich zu wenig Dokumentation hat, an sonst aber eine nette Software ist.

Warum ich als Nichtraucher E-Zigaretten behalten möchte

(C) Common Creative BY-SA, wikipedia.org - User: Seeteufel

Es könnte der Schrecken der Tabackindustrie werden: E-Zigaretten erfreuen sich seit etwa drei Jahren zunehmender Beliebtheit. Vollundige Versprechen werden gemacht, die Zigarette sei absolut unschädlich und letztlich jedem zu empfehlen. Doch plötzlich gibt es Gegenstimmen: Die NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens warnte vor E-Zigaretten und ordnete diese als Arzneimittel ein. Darauf folgte viel Kritik von Seiten der Händler - und natürlich der Kunden. Ich möchte hier eine weitere Perspektive aufmachen - die Perspektive des Nichtrauchers.

Man sollte dazu wissen, dass ich leicht allergisch auf Rauch reagiere. Passivrauchen ist für mich nicht nur unangenehm, sondern eine Qual. Ich bekomme tränende Augen und Kopfschmerzen, die ich niemandem wünsche. Ich hatte noch nie eine Zigarette im Mund, ich hasse den Geruch, weil ich ihn mit den beschriebenen Folgen verbinde - eigentlich die besten Voraussetzungen für einen radikalen Gegner von jeder Form von Rauch.

Und trotzdem möchte ich eine Lanze für Elektrozigaretten brechen.

Huch? Nun, dies hat zwei Gründe. Einen sehr praktischen, der sehr egoistische Motive beinhaltet, einen anderen theoretischen, bei dem es um die Freiheit von mir und von anderen geht.

Der praktische zuerst. Wie in vielen Zeitungsartikeln beschrieben sind es vor allem junge Raucher, die dem Umstieg wagen - und dies kann ich durch meine eigene Erfahrung bestätigen. Ein nicht unerheblicher Teil der Raucher in meiner Umgebung raucht nicht mehr Zigaretten, er nuckelt an E-Zigaretten - oder wie man so schön sagt, er dampft. Dies ist für mich als Nichtraucher ein ganz erheblicher Vorteil.

Früher gab es immer diese Diskussionen. Raucherbereich oder Nichtraucherbereich im Cafe? In der Disko? Jetzt doch schnell raus in die Kälte, weil er oder sie mehr Nikotin braucht? Hibbeln, weil man grade keinen Platz zum Rauchen findet? Draussen so stehen, dass mir der Wind keinen Rauch ins Gesicht pustet. Alles vorbei.

Der Dampfer nimmt seine E-Zigarette einfach mit, und er kann machen was er will - er löst bei mir keine Kopfschmerzen aus. Keine tränenden Augen. Und er ist auch nicht ungeduldig und hibbelig, weil er kein Nikotin bekommt. Es bestehen einfach keine Probleme mehr. Man kann wunderbar entspannt miteinander umgehen.

Auch aus einer gesundheitlichen Sicht hat die E-Zigarette nur Vorteile. Denn einmal ganz praktisch gesehen - egal, welche Stoffe am Ende doch eine bestimmte Gefahr mit sich bringen - den Gefährdungsgrad einer Zigarette mit all ihren krebserregenden Abfallprodukten durch das Verbrennen wird sie nie erreichen.

Elektrozigaretten sind DIE praktische Umsetzung für Verbesserung des Nichtraucherschutzes

Und es wäre auch schlichtweg eine Illusion zu glauben dass die Alternative für einen Raucher das Aufhören ist. Es gibt viele Raucher, die aus welchen Gründen auch immer nicht aufhören wollen. Und das ist ihre eigene Entscheidung, was sie da tun. Mit einer Elektrozigarette gibt man ihnen die Chance, die negativen Auswirkungen auf ihre Umgebung (und auf sich selbst) zu reduzieren. Wenn man die Hürde für eine Elektrozigarette zu hoch legt, hören sie nicht auf - sondern greifen wieder zu der Tabackzigarette. Und da ist mir ganz praktisch und ganz egoistisch die Elektrozigarette erheblich lieber. Und ich denke dies gilt für eine ganze Menge weiterer Nichtraucher ebenfalls.

Aber wie angesprochen gibt es noch eine theoretische Perspektive. Diese baut sich auf den Spruch auf "Meine Freiheit endet dort, wo die gleich große Freiheit des anderen beginnt".

Das bedeutet zunächst einmal, dass ich eine Freiheit habe. Und zwar eine Menge Freiheit. denn meine Freiheit endet nicht an den moralischen Vorstellungen irgendwelcher selbsternannten Volksbeschützer, sondern an der Freiheit des Anderen. Das bedeutet auch, dass ich mit mir machen kann, was ich möchte, solange ich Andere nicht schädige. Das Gegenmodell dazu wäre der vielzitierte Nanny-State, und in einem solchen möchte ich nicht leben. Ich möchte über mich selbst entscheiden können - soweit es eben geht.

Die Grenze ist hierbei die gleich große Freiheit des Anderen. Im Fall von Zigaretten wird diese Grenze meiner Meinung nach überschritten - ich zwinge einer anderen Person im Übermaß meine eigenen Verhaltensweisen auf. Wenn ich mich entscheide, dass ich ungesund leben will, dann ist dies in Ordnung, dass ich den Wunsch nach Gesundheit anderer nicht respektiere oder ihr soziales Leben damit erheblich einschränke ist dagegen ein erheblicher Eingriff in die Freiheit des Anderen.

Elektrozigaretten dagegen greifen kaum bis gar nicht in die Freiheit einer anderen Person ein. Das für den Nebeleffekt verantwortliche Propylenglykol wird auf jeder Party zuhauf eingesetzt, es kann also als ungefährlich eingeschätzt werden. Weitere Inhaltsstoffe sind wenig bis gar nicht mehr vorhanden. Ich schädige mich mit einer Elektrozigarette also schlimmstenfalls selbst, nicht aber den Anderen. Ich greife also nicht in die Freiheit des Anderen ein.

Die Freiheit, alles zu tun, solange ich nicht die Freiheit anderer verletze

Ich erachte Freiheit als einer der höchsten Güter. Auch die Freiheit, einmal etwas Dummes zu tun. Weil es Spaß bringt, weil es Adrenalin in meine Aterien schiessen lässt oder weil ich einfach Lust drauf habe. Wenn meine Freiheit die Freiheit des anderen nicht angreift, warum sollte es mir also nicht erlaubt sein, diese Freiheit auch ausleben zu dürfen? Wer hat das Recht, mich für zu verurteilen, weil ich meine Freiheut nutze ohne andere dabei zu schädigen?

Bleibt noch eine Sache - die zum Teil zweifelhafte Qualität der Liquids. Dort sehe ich aber einfach nicht den Grund für eine Aufregung - weil wir dafür Vorbilder haben. In jedem Lebensmittelhandel gibt es detaillierte Kontrollen über Frische und Qualität. Wenn das Fleisch zu warm geworden ist, wird es weggeschmissen. Wenn auf dem Gemüse zu viel Pestizide nachgewiesen wurden, wird es entsorgt. Wenn das Haltbarkeitsdatum beinahe erreicht ist, wird es manchmal gesondert und zu reduzierten Preisen verkauft, bei Überschreitung des Datums wird die Ware entfernt. Auf einem Elektrogerät ist Garantie, wenn das Gerät zuvor kaputt geht oder technische Mängel wie z.B. die Gefahr der Überhitzung aufweist, muss es ausgetauscht werden. Und umfassende Kontrollen sorgen für die Einhaltung dieser Regeln.

Denn: Der Käufer muss wissen, dass das, was er kauft, auch dem entspricht, was auf der Verpackung steht. Das als frisch verkaufte Fleisch muss auch frisch sein. Das Elektogerät muss funktionieren.

Unabhängige Qualitätskontrollen statt sinnlose Verbote

Aber keiner käme auf die Idee, Steaks nur noch in der Apotheke anzubieten - und Smartphones nur noch beim Elektronik-Experten. Was spricht also gegen ähnliche Qualitätskontrollen bei Elektrozigaretten? Und vor allem - wie kommt man auf die abstruse Idee, Elektrozigaretten nur noch in der Apotheke anzubieten, normale Zigaretten jedoch frei zu verkaufen? Wo ist da die allgemein gültige Regel?

Summa Summarum - ich bin Nichtraucher. Ich habe eine leichte Allergie gegen Rauch. Ich habe etwas dagegen, dass mir jemand meine Freiheit beschränkt, indem er mich zuraucht. Aber grade deswegen bin ich für Elektrozigaretten. Ich bin für Qualitätskontrollen. Und vor allem für eine Freiheit, die nur und ausschliesslich an der Freiheit des Anderen endet.